Die deutsche Kosmetik- und Körperpflegebranche ist weltweit für ihre Qualität und Innovationskraft bekannt. Unternehmen aus München, Düsseldorf, Hamburg und anderen deutschen Städten haben ein wachsendes Interesse am US-amerikanischen Kosmetikmarkt. Seit der Einführung des MoCRA-Gesetzes (Modernization of Cosmetics Regulation Act) im Jahr 2023 gelten jedoch neue, verbindliche Anforderungen für alle ausländischen Kosmetikmarken, die in den USA verkaufen möchten.
Was ist MoCRA und welche Auswirkungen hat es auf deutsche Hersteller?
MoCRA ist die umfassendste Reform des US-amerikanischen Kosmetikrechts seit Jahrzehnten. Das Gesetz, das 2022 verabschiedet wurde und 2023 in Kraft trat, verpflichtet alle ausländischen Unternehmen, die Kosmetika in den USA verkaufen, ihre Produktionsstätten bei der FDA zu registrieren und ihre Produkte im FDA-System zu listen. Diese Pflicht gilt auch für deutsche Kosmetikhersteller, unabhängig von ihrer Größe.
Wer ist zur MoCRA-Registrierung verpflichtet?
Folgende deutsche Unternehmen unterliegen der MoCRA-Registrierungspflicht: Betriebe, die Kosmetika für den US-Markt herstellen oder abfüllen; Unternehmen, deren Handelsmarke auf einem in den USA verkauften Produkt erscheint; OEM/ODM-Produzenten, die im Auftrag US-amerikanischer Marken fertigen. Betroffen sind Hautpflege, Haarpflege, Make-up, Parfüm und andere Körperpflegeprodukte.
MoCRA-Registrierung: Schritt für Schritt
Schritt 1: Produktions- und Abfüllbetriebe identifizieren. Schritt 2: Jede Betriebsstätte über die FDA-Plattform 'Cosmetics Direct' registrieren. Schritt 3: Produktliste erstellen mit INCI-Namen der Inhaltsstoffe, Verwendungszweck und Etikettinformationen. Schritt 4: US Agent benennen und Daten im System hinterlegen.
Anforderungen an das US-Etikett für Kosmetika
Zusätzlich zur Registrierungspflicht müssen Kosmetiketiketten für den US-Markt folgende Anforderungen erfüllen: Inhaltsstoffe in englischer Sprache mit INCI-Namen in absteigender Reihenfolge nach Mengenanteil; Name und Anschrift des Herstellers oder Distributors; kein medizinischer Health-Claim ohne FDA-Zulassung. Produkte mit SPF oder Anti-Akne-Wirkung können als OTC-Arzneimittel eingestuft werden und zusätzliche Genehmigungen erfordern.
Marktchancen für deutsche Kosmetik in den USA
Deutsche Kosmetik genießt in den USA einen ausgezeichneten Ruf — besonders in den Bereichen Naturkosmetik, Dermatologie und pharmazeutisch fundierte Pflege (Cosmeceuticals). Marken aus Deutschland können im US-amerikanischen Clean-Beauty- und Premium-Segment punkten. Der 'Made in Germany'-Zusatz ist ein starkes Qualitätsmerkmal, das die Marktetablierung erleichtert.
FDABridge: MoCRA-Compliance für deutsche Kosmetikunternehmen
FDABridge unterstützt deutsche Kosmetikmarken umfassend bei der MoCRA-Compliance: Produktbewertung, Betriebsregistrierung, Produktlisting, US-Agent-Service und Etikettprüfung. Alle Prozesse laufen vollständig online ab — kein physischer Aufwand notwendig. Kontaktieren Sie uns noch heute und bringen Sie Ihre Kosmetikprodukte auf den US-amerikanischen Markt.
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